Parenting Excellence

Parenting Excellence hat nichts mit sexueller Orientierung oder Geschlechteridentitäten zu tun. Den Gegner*innen geht es nicht primär um das Kindeswohl, das glauben sie nur, so wie sie auch an Schriften und Frieden glauben, aber nicht konsequent handeln. Sie brauchen das Kind als Vorwand, da sie auf die gesellschaftliche Entwicklung, die Rehabilitierung von Homo- und Transmenschen mit starken Phobien reagieren. Sie wollen uns nicht mit Respekt auf gleicher Augenhöhe begegnen. Ein guter Homo ist ein verkappter Homo, unsichtbar, randständig, abhängig von Akzeptanz und Toleranz, ein minderwertiges, verantwortungsloses, herumtreibendes, sich vergreifende Wesen, die Schwulen nur auf Sex aus. So möchten sie uns weiter sehen können. Damit sie in Frieden mit sich leben können, und in ihrem Glauben nicht gestört werden. Sie wollen schlicht nicht, dass eine nächste Generation anders denkt als sie, sie wollen nicht, dass sie am Ende noch des Unrechts überführt werden. Sie wollen nicht die Kinder schützen, sie wollen sich selber schützen. Helfen wir ihnen.

Vater, Mutter, Kind – Mythos oder Sozialisierungswaffe?

Was ein Baby/Kleinkind braucht, sind nicht zwingend „Mutter“ und „Vater“. Das sind nur Bezeichnungen für die Erzeuger*innen und deren Rollen. Ein Baby weiss schliesslich nicht, wer das ist, dass es da im Arm hält. Es weiss auch noch nicht, dass, lässt man es fallen, die Konsequenzen schwerwiegend sind. Zum Glück. Es weiss noch gar nichts von unseren Strukturen und Konzepten. Mama und Papa sind Worte wie Milch und Schüssel, Social Agreements. Damit wir nicht ständig aneinander vorbei schwatzen. Und genauso wenig wie die Milch die Schüssel braucht, braucht das Kleinkind zwingend Eltern. Was ein Kind braucht, ist ein liebevolles, fürsorgliches Umfeld. Warum? Das hängt mit der Entwicklung des Gehirns zusammen. Die ist nämlich bei der Geburt noch längst nicht abgeschlossen. Ein Fohlen kann am selben Tag der Geburt bereits stehen und laufen, ein Kind braucht um sich an was hochzuziehen ca. ein Jahr, um frei laufen zu können etwa eineinhalb Jahre und um Treppen zu steigen gerade mal 2 Jahre! Erst im zweiten Lebensjahr ist das Rückenmark so ausgereift, dass es zwar die volle Blase spürt, den Harndrang aber noch nicht kontrollieren kann. Bis es also endlich mal nicht mehr in der eigenen Scheisse schreien muss, braucht es Jahre. Diese Liste liesse sich noch weiterführen. Finger bewegen, Stift in die Hand nehmen, klauen, etc.
Lässt man ein Kind die ersten 5 Jahre im Dunkeln, ist das Kind nachher für immer blind. Das Gehirn braucht nämlich Licht, sonst denkt es, wird nicht gebraucht und lässt den Schaltkreis irreversibel verkümmern und fördert andere Kreise. Wird ein Kleinkind emotional vernachlässigt oder wird ein Kind ständig mit Stress konfrontiert, entwickeln sich die dafür zuständigen Bahnen im Gehirn nicht oder falsch. Was später in ADHS, Störung der Impulskontrolle, Borderline, etc., endet und uns in die Abhängigkeit führt. Drogen, Sex, Alkohol, Essen, Nikotin, Sport, Shoppen, Karriere, Anerkennung, Bestätigung, Nett sein, um nur einige zu nennen.

Aus der Gehirnforschung weiss man heute, dass sich das menschliche Gehirn nicht einfach so bei allen gleich entwickelt, nur weil wir Menschen sind, nein, und jetzt kommt’s, die Entwicklung des menschlichen Gehirns ist total abhängig von der Umwelt, dem sozialen Umfeld, den Lebensbedingungen, denen es ausgesetzt wird. Es braucht u.a. Licht, Sonne, Luft, Nahrung, Ruhe und ein liebevolles, fürsorgliches menschliches Gegenüber. Dieses Gegenüber ist verantwortlich für die Sozialisierung. Und wie wir wissen, machen „Mutter“ und „Vater“ da nicht immer einen tollen Job. Aber es geht hier nicht darum, Schuldige zu definieren. Wir stecken da gemeinsam drin. Nein. Was ein Kind braucht sind
– nicht gestresste
– emotional, ständig verfügbare
– präsente
Menschen um sich herum, in Form von Elternteilen, das kann jede*r Vater und/oder Mutter sein, oder aber andere erwachsene Menschen, wie zum Beispiel Partner*innen von Elternteilen, Verwandte, Betreuer*innen, Pflegeeltern und Regenbogen- und Patchwork-Communities, die diese Kriterien erfüllen.

U. a. sind vier Schaltkreise (Brain Circuits) zuständig, die nötig sind, dass sich ein Gehirn optimal entwickeln kann.

1. Endorphine (körpereigene Opiate)
– verantwortlich für physische und emotionale Schmerzempfindungen,
– Liebe und Verbindung
– und die Belohnung.

2. Dopamine
– verantwortlich für Neugier, Vitalität, Anreiz, Motivation, Exploration

3. Impulskontrolle (Kortex)
– die graue Substanz in unserem Hirn, verantwortlich für die Fäuste,
– die soziale Ordnung
– die Sicherheit des Kühlschrankes.

4. Stresskontrolle
– Adrenalin, verantwortlich für Flucht und Angriff.

Es ist also völlig egal ob ein Elternteil hetero- oder homosexuell ist. Das ist für die Entwicklung des Kindes nicht relevant. Endorphine & Co. kümmern sich weder um sexuelle Orientierungen noch um Geschlechteridentitäten. Auch nicht um die Ehe für Alle.

Worum es Kirchen und anderen Gegner*innen in Wirklichkeit geht, ist die Sozialisierung einer nächsten Generation. Sie wollen nicht, dass eine nächste Generation heranwächst, die versteht, dass wir gleichwertige Menschen sind. Sie können nicht. Ihre Sozialisierung lässt es nicht zu. Ein Leben lang haben sie an eine Lüge geglaubt. Sie sehen nur sich und opfern dafür die Möglichkeit einer Gesellschaft, die vielleicht irgendwann mal in Frieden zusammen leben kann. Wir sind nicht Teil ihrer Friedenslösung.

——– Inspiriert durch Dr. Gabor Maté ——–

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