Unterwegs auf der HighGayOne


—September 2014 —

Hallo Leute, ich bin Schiki Plauda. Kürzlich war ich unterwegs auf der HighGay One, der Strasse meiner Bestimmung. Der HighGay One, Avenue und Trampelpfad mitten durch mein Leben. Vieles ist mir schon begegnet, nicht alles wollte ich sehen. Aber wegschauen? Ne. Ich bin kein Strauss. Ich sitze am Steuer, meine Sinne mit mir. Das Boxenluder in mir saust im Mama Mobil Cabrio durch die Lande und bleibt oft staunend stehen. So auch neulich, als mir mein sexy Tankwart einen Artikel der Glückspost zeigte. Es ging wieder mal darum, warum man schwul sei. Wie bitte? Warum? Ich wurde geboren. Deshalb. Mein Tankwart, die Tankpistole zum Schuss bereit, schaute mich an und meinte: “Es gibt Heten, die sind besessen von der Frage warum wir sind wie wir sind. Mit ihren Pfoten fummeln sie schamlos in unserem Hirn, grabschen nach unserer Seele. Aber wem nützt es?


Wer das Sein in Frage stellt, meint, dass etwas nicht sein sollte”. Ich ging dem Artikel auf den Grund, schrieb der Redaktion. Die Mails kreuzten sich. Ich erspare euch die Details, sie sind zu dämlich. Befremdend aber war das Bekenntnis einer um Worte ringenden Chefredaktorin, die zum Schluss sagte, dass es sich nur um absurde Theorien handele, die es nicht wert seien, ihnen Bedeutung zuzumessen. “Und dafür verlangen die noch Geld”, sagte ich. Mein Tankwart sprach leise: “Ich, eine absurde Theorie, ok. Aber mir keine Bedeutung beimessen? Das ist der Gipfel der Beleidigung. Das bringt den Tank zum Überlaufen”. Behutsam zog er die Tankpistole aus dem Mama Mobil. Ich musste weiter, meine Blicke im Rückspiegel auf meinem Tankwart. Bis bald mein verletztes Tier, dachte ich leise.

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